Komotau (Chomutov): ![]() Das Gebiet um das heutige Chomutov wurde 1252 dem Deutschen Orden geschenkt, der dort eine Burg errichtete. Das um diese herum entstandene Dorf erhielt 1396 die Stadtrechte. Später gelangte die Stadt in den Besitz des Markgrafen von Meißen, doch 1421 eroberten die Hussiten die Stadt Komotau und massakrierten die Katholiken. Danach übernahmen dort verschiedene böhmische Adelsfamilien die Herrschaft. Im 19. Jahrhundert wurden Maschinenbaufabriken errichtet, woraufhin die Bevölkerung rasch von 3.000 auf 17.000 Menschen anstieg, von denen etwa 90 % deutschsprachig waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die mittlerweile 30.000 Sudetendeutschen vertrieben; ihr Besitz wurde beschlagnahmt. Später wurde die Stadt von Tschechen, aber auch von Zigeunern aus der Slowakei besiedelt. Die auf 340 Metern Höhe am Fuße des Erzgebirges gelegene Stadt hatte am 31. Dezember 2023 46.940 Einwohner, denen insgesamt 29,25 km² Fläche zu Verfügung stehen. |
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