Leipzig, Thomaskirchhof 18: Thomaskirche ✞ : ... das (mögliche) Grab von Johann Sebastian Bach (* 21. [Jul.] / 31. März [Greg.] 1685, 28. Juli 1750). Unmittelbar nach seinem Tod wurde der Komponist auf dem Friedhof der Johanniskirche ✞ in Leipzig beigesetzt. Am 16. Juli 1900 wurden seine (mutmaßlichen) Gebeine in einem Steinsarkophag in der Krypta dieser Kirche erneut bestattet. Nach dem Bombenangriff vom 4. Dezember 1943 brannte die Kirche vollständig nieder und ihre Ruinen wurden erst 1949 geräumt. (Der Turm, der den Angriff relativ unbeschadet überstanden hatte, wurde am 9. Mai 1963 auf Befehl der SED (Socialistische Einheitspartei Deutschlands) gesprengt). Die beiden Steinsarkophage, in denen Bach und der Dichter Christian Fürchtegott Gellert (* 4. Juli 1715, 13. Dezember 1769) bestattet waren, wurden aus den Trümmern geborgen. Gellerts sterbliche Überreste wurden in die Paulinerkirche ✞ überführt, die von Bach der Überlieferung zufolge mit Handkarren in die Kirche, in der er Kantor gewesen war, und dort liegt er seit dem 28. Juli 1949. Übrigens war auch die intakte Paulinerkirche auf Befehl der barbarischen SED am 30. Mai 1968 gesprengt worden; was mit Gellerts Gebeinen geschah, wird wahrscheinlich immer ein Rätsel bleiben, aber das ist auf dieser Seite nicht relevant. © Foto 2022 |
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