Limbach-Oberfrohna, Markt 3:
    Aus seiner Zelle in Mittweida, wo er in Untersuchungshaft saß, wurde Karl May Ende Juli 1869 nach Limbach gebracht, um dort von Wünschmanns Hausmädchen die Identifizierung des Diebes zu veranlassen. Trotzdem bestritt May alles. Wenige Tage später, am 26. Juli, zog Assessor Posselt erneut mit May aus, doch beim Kuhschnappel (siehe dort) gelang dem cleveren Kerl die Flucht. Der Zweck dieser Reise war Bräunsdorf, wo May zuvor ein Pferd gestohlen hatte, für eine ähnliche Identifizierung; Da Bräunsdorf inzwischen zur Gemeinde Limbach-Oberfrohna gehört, stellt sich die logische Frage: „Warum fanden die beiden Identifizierungen nicht am selben Tag statt?”
    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Fahrt mit einem Gefangenen eher als eine Art Ausflug der Gerichtsbeamten angesehen wurde.
    © Foto 2021


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