Limbach-Oberfrohna, Markt 3: Die Geschichte des Cafés am Markt geht auf die Gründung Limbachs im 12. Jahrhundert zurück, erste schriftliche Erwähnungen stammen jedoch aus den Jahren 1542 bis 1552, als die Erben des Gastwirts Mattes Grobe das Café für 800 Gulden an Georg I. von Schönberg verkauften und das Café damit in den Besitz des ritterlichen Gutes gelangte, das sich im heutigen, neben dem Café gelegenen Rathaus befand. Dieser Georg I. ließ im Jahr 1571 nach dem Abriss des alten Cafés ein neues Café errichten; 1754 wurde wieder ein neues Café errichtet, das im Wesentlichen dem heutigen Hotel-Restaurant gleicht: zwei Keller, das Café im Erdgeschoss und ein Tanzsaal darüber. Ende der 1860er Jahre war der bereits erwähnte Victor Reinhard Wünschmann der letzte Pächter des Cafés; im Jahr 1873 schloss das Café seine Türen und das gesamte Gebäude wurde von einem neuen Eigentümer, Louis Friedrich Nötzel, in eine Brauerei umgewandelt. Die Brauerei blieb bis 1949 im Besitz der Familie Nötzel. Anschließend gelangte das Gebäude in den Besitz des Weingroßhändlers Willy Lay aus dem Moselgebiet, der das Gebäude im Jahr 1951 in seiner bestehenden Form wieder aufbaute und zu einer Apfelsaftfabrik umwandelte. Nach der deutschen Wiedervereinigung baute die Familie Lay das Gebäude zu einem Hotel-Restaurant um. © Foto 2021 |
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